Graffiti-Projekt in der Unterführung Rischstrasse

In der letzten Osterferienwoche konnten sich 13 Jugendliche aus Ebikon sowie Buchrain kreativ austoben und ihre Graffiti-Fähigkeiten erproben. Wir schauen zurück auf eine intensive Woche.

01. Mai 2026

Am Montag, 13.04.2026 fiel um 9 Uhr morgens der Startschuss zum Graffiti-Projekt bei der Unterführung Rischstrasse. Im Phönix gab es für interessierte Jugendliche einen Theorie-Input der Künstlerin Milla sowie ihrem Kollegen Flint. Es wurden die Ursprünge des Graffitis erklärt, verschiedene Stile gezeigt und ein anschliessendes Quizz versetzte die Anwesenden zurück bis ins alte Ägypten. Am Nachmittag wurden zunächst in zwei Kleingruppen Buchstaben in verschiedenen Stilen gezeichnet und Schriftzüge entworfen. Die beiden Fachpersonen der Jugendanimation vom Phönix und Freedom durften sich ebenfalls ausprobieren und alle stellten fest: Das ist gar nicht mal so leicht.

erste Versuche an Schriftzügen

Skizzieren braucht Zeit

Im Verlauf des Nachmittags wurde unter Anleitung der Workshopleitenden ein Konzept für die beiden Teilstücke der Unterführung Rischstrasse erarbeitet, bei dem möglichst viele Ideen der Jugendlichen mit einbezogen wurden. Von wilden Urwäldern, über Weltraumgalaxien, Wolkenkratzern bis hin zu Sport-Motiven war alles dabei.

gute Konzeptarbeit ist die halbe Miete

Am Dienstag war es dann endlich so weit und all der Tatendrang der Jugendlichen konnte an der Wand entladen werden. Noch zaghaft und vorsichtig ging es anfangs von der Hand, doch schon im Laufe des Tages waren steile Lernkurven zu beobachten und die Jugendlichen trauten sich immer mehr zu. Falls mal etwas schief ging, konnte dies einfach wieder ausgebessert werden. Die Fläche von ca. 160qm bot genug Platz, sodass sich alle mit ihren Ideen verwirklichen konnten.

Leo und Nico (Praktikant Jugendanimation) wagen sich an den Hintergrund für den Alienzug

endlich konnten all die Ideen an die Wand gebracht werden

die Hintergründe wurden teilweise gestrichen, weil das weniger Material verbraucht

der FCL durfte nicht fehlen

das erste Teilstück ist fertig

Das Kunstwerk wurde immer grösser und bunter, liess vorbeilaufende Menschen stoppen und mit uns ins Gespräch kommen. Es gab sehr viele positive Rückmeldungen, neugierige Nachfragen und Zuspruch für das Können der Jugendlichen. Am Mittwochmittag wechselte die Leitung des Workshops und Weronika übernahm mit Iannis (Art With Us) die fachliche Begleitung der restlichen Woche. Nach einer Eingewöhnungsphase in die neue Dynamik wurde das zweite Teilstück in Angriff genommen. Inzwischen waren die Jugendlichen sehr selbstständig und sicher in der Umsetzung ihrer Motive an der Wand.

viele "kleine" Motive ergeben am Ende ein grosses Ganzes

wir nähern uns dem grossen Ganzen

beinahe fertig

Aufmerksamkeit gab es auch seitens «Ebikon vernetzt» und so gaben einige der Jugendlichen Interviews und es wurden etliche professionelle Schnappschüsse gemacht. (Nachzulesen und anzuschauen in der Druckversion im September- noch ein bisschen Geduld.)

Dora im Interview mit Anian Heierli (Bereichsleiter Kommunikation Gemeinde Ebikon)

Rückblickend war es am Dienstagmorgen nur schwer vorstellbar, dass wir es in den verbleibenden Tagen schaffen würden, die ganze Fläche zu besprayen. Aber mit all den kreativen und motivierten Teenies ging es letztlich dann wie von Zauberhand. Wir schauen zurück auf eine Woche voller Teamwork, Spass, Tatendrang, Ideenreichtum, künstlerischer Fertigkeiten, Glacé-Pausen und Präsenz im öffentlichen Raum. Wir bedanken uns vielmals für all die Unterstützung seitens Werkdienst Ebikon, die Anleitung durch die Kunstschaffenden Milla, Flint, Weronika und Iannis sowie bei allen Menschen, die die Unterführung in dieser Woche rücksichtsvoll genutzt haben. Und zu guter Letzt danken wir den engagierten Jugendlichen. Es war uns ein grosses Vergnügen, das gemeinsame Werk in dieser Woche wachsen zu sehen. Wir freuen uns schon auf das nächste gemeinsame Graffiti-Projekt mit euch!